Leitung: Hêlîn Alas (Bildende Künstlerin und Kunstpädagogin).
Im Studium an einer Kunsthochschule bewegt man sich auf ein oft prekäres Arbeitsfeld zu, in welchem komplexe Machtlogiken individualisierend und Ungleichheiten reproduzierend wirken. Dazu haben einige der gesellschaftlich verankerte Erzählungen von beruflichem Erfolg im Kunstfeld eine mythische Dimension. Diesen vereinfachenden Bildern folgend kann der Kunstbetrieb in die Welt des Fantasy mit Auserwählten, Gefährten, alten Weisen, Herrschenden,… übertragen werden. Dieser Workshop soll anleiten, einen Moment empathischer Distanz zu mobilisieren, in dem gemeinschaftliche Imagination den Status quo ins Wanken bringt und real-utopische Erzählungen entworfen werden können. Das Fantasy Genre wird dabei als Mittel genutzt verknöcherte strukturelle Bedingungen erfahrbar zu machen.
Im ersten Teil des Workshops werden in offener Diskussion Instanzen identifiziert und benannt, die auf den Verlauf der beruflichen Laufbahn einwirken. Der Erfahrung von Abhängigkeit und Grenzen werden individuelle und gemeinschaftliche Ressourcen gegenüber gestellt. Textauszüge, etwa von Marina Vishmidt zur Infrastrukturkritik oder Lauren Berlant zum grausamen Optimismus, werden gemeinsam gelesen und fließen in die Diskussion ein. Im zweiten Teil wird für dieses gesammelte "Material" eine Form gefunden wie z.B. Spielkarten, die assoziativ abstrahiert, fantastisch oder karikiert gestaltet werden. Durch die stilisierte und fantastische Darstellung versuchen wir die auf uns Einfluss nehmenden Instanzen für unsere Zwecke spielerisch zu vereinnahmen und damit Handlungsspielraum zu gewinnen. Diese Spielkarten oder -figuren werden im dritten Schritt mit Spielregeln in einen Zusammenhang zueinander gebracht und gemeinsam Wertigkeiten ausgehandelt. Zum Abschluss besteht nach Wunsch der Studierenden die Möglichkeit das Spiel in erweiterter Gruppe, im Besuch eines Ausstellungsraumes in Kassel oder in einer öffentlichen Veranstaltung (mit Ausstellung) zu aktivieren.
Die Veranstaltung ist offen für alle Studiengänge der Kunsthochschule Kassel.
Das Gastdozent*innen Programm „An empty Space“ ist eine Kooperation der Kunsthochschule Kassel mit BPA// Berlin program for artists.
Einführungsvortrag:
24.04.25, 16–18 Uhr
Hörsaal Nordbau, KhK
Weitere Termine:
08.–09.05.25
Do, 14–17 Uhr
Fr, 10–14 Uhr
Hörsaal Nordbau, KhK
15.–16.05.25
Do, 14–17 Uhr
Fr, 10–14 Uhr
Hörsaal Nordbau, KhK
22.–23.05.25
Do, 14–17 Uhr
Fr, 10–14 Uhr
Ort wird noch bekanntgegeben
Weitere Informationen:
kunsthochschulekassel.de