Design (B.A.)
Design durchzieht unseren Alltag. Egal, was Menschen tun, immer sind es Produkte, die sie dabei begleiten: Ob als technische Geräte, als Industrieprodukte, in Form von Möbeln, Kleidungen, Accessoires bis hin zu analogen und digitalen Räumen sowie ganzen Systemen; Design ist allgegenwärtig und oftmals dafür verantwortlich, wie Menschen ihren Alltag strukturieren, wie sie soziale Beziehungen pflegen und Erlebnissen einen Wert zusprechen.
Vor diesem Hintergrund hat sich das Berufsbild von Designerinnen und Designern zu einem komplexen Tätigkeitsfeld professionalisiert. War zu früheren Zeiten die Gestaltung von Alltagsdingen vor allem eine Sache der Tradition, gilt sie heute als Kulturtechnik, die unterschiedlichste Fähigkeiten erfordert. Ideenreichtum und handwerkliches Können verbinden sich mit breitem Wissen über Materialien, Technologien, Fertigungsprozesse und ästhetische Entwicklungen, sowie einer kritischen Kenntnis sozialer, gesellschaftlicher und politischer Bedingungen.
Das Studium Design (B.A.) an der Kunsthochschule Kassel integriert all diese Bereiche. Die Studierenden lernen in Projekten und Seminaren, wie Dinge gestalterisch entworfen, in Prototypen erprobt und schließlich zur Umsetzung gebracht werden.
Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal sind die Einzelkonsultationen, die eine intensive Eins-zu-eins-Betreuung und den direkten Austausch mit den Lehrenden ermöglichen. Dabei arbeiten Studierende eng mit Professorinnen und Professoren sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Studiengangs zusammen und nutzen eine große Vielfalt spezialisierter Werkstätten – von Keramik und Papier über Holz und Metall bis hin zu digitalen Verfahren.
Ein weiteres besonderes Merkmal in Kassel sind die studentischen Arbeitsräume, in denen im täglichen Austausch gemeinsam gelernt wird und durch persönliche Begegnungen mit Kommiliton:innen eine aktive Lern- und Arbeitsgemeinschaft entsteht.
Eine Stiftungsprofessur zum Werk Lucius Burckhardts und eine Honorarprofessur für Designmanagement, die strategische Markenführung, Corporate Identity und Change-Prozessen aus der Unternehmenspraxis vermittelt, komplettieren das Lehrangebot.
Das Studium in Kassel verfolgt einen integrierenden Ansatz: Neben der Herausbildung entwurfspraktischer Kompetenzen und ihrer Verfeinerung geht es um die Entwicklung von Persönlichkeiten, die sich durch gestalterische Arbeit in die Gesellschaft einzubringen wissen.
Ergänzend zur Entwurfspraxis vermittelt der Studiengang eine fundierte theoretische Reflexion von Gestaltung und ordnet Design mithilfe von Ansätzen aus ästhetischer Theorie, Kultur- und Kunstwissenschaften, Soziologie und Philosophie in kulturelle, soziale und politische Zusammenhänge ein.
Der Bereich der nachhaltigen Produktgestaltung ist im Studium verankert und mit dem Kassel Institute for Sustainability (KIS) verbunden. So erhalten Studierende direkten Einblick in aktuelle Themen der interdisziplinären Nachhaltigkeitsforschung.
Der enge Bezug zur Berufspraxis ist ein weiteres zentrales Profilmerkmal des Designstudiums in Kassel: Studierende werden durch Projekte und Kooperationen mit Herstellern wie z.B. Thonet, HEWI, Marburger Tapeten oder Fidlock sowie bei der Teilnahme an nationalen und internationalen Designwettbewerben gezielt gefördert. Ergänzend ist ein Praxissemester fest ins Curriculum integriert: Vor dem Abschluss absolvieren Studierende ein mindestens dreimonatiges Praktikum oder ein praxisnahes Projekt mit begleitendem Praxiskolloquium. Dabei übertragen sie Studienwissen in reale Arbeitskontexte, reflektieren ihre Rolle und schärfen ihre fachlichen wie beruflichen Ziele.
Auf einen Blick
- Abschluss: B.A.
- Studienbeginn: jeweils zum Wintersemester.
- Regelstudienzeit: 8 Semester.
Formale Zulassungsvoraussetzung
- Allgemeine Hochschulreife
- Fachhochschulreife
- Berufliche Qualifikation (Studieren ohne Abitur)
Einen Überblick über die verschiedenen Abschlüsse und deren Unterschiede finden Sie auf der Informationsseite "Zugangsvoraussetzungen" des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst.