Ausstellung zu pflanzlichen Farbstoffen und Cyanotypie

Cyanotypie der Studierendengruppe „Blau machen“. © Markus Etienne

Wie lassen sich Farben aus regionalen Pflanzen gewinnen und für die künstlerische Gestaltung nutzen? Mit dieser Frage beschäftigten sich Studierende der Kunsthochschule Kassel und der Universität Kassel im interdisziplinären Studienwerkstattseminar „Blau machen“ im Sommersemester 2026. Die Ergebnisse des Kooperationsprojekts der Studienwerkstätten Fotografie und Textil der Kunsthochschule sind bis zum 1. März 2027 auf der Hessischen Staatsdomäne Frankenhausen zu sehen.

Unter dem Titel „Blau machen – Farbstoffe selbst gewinnen und alternative fotografische Verfahren für Kunst und Gestaltung einsetzen“ erforschten die Studierenden die gestalterischen Möglichkeiten pflanzlicher Farbstoffe und der Cyanotypie. Ausgehend von Pflanzen wie Färberwaid, Stockrose, Malve, Blaubeeren und Rotkohl entstanden gefärbte Textilien und Papiere sowie fotografische Arbeiten im charakteristischen Blau der Cyanotypie.

Das Projekt verbindet künstlerische Praxis mit ökologischen Fragestellungen und einem nachhaltigen Umgang mit Materialien. In Kooperation mit dem Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften der Universität Kassel, der eigens ein Versuchsfeld mit Färberwaid angelegt hatte, untersuchten die Studierenden das Potenzial regionaler Pflanzen als natürliche Farbquellen. Geleitet wurde das Projekt von Markus Etienne (Studienwerkstatt Fotografie) und Nadja Porsch (Studienwerkstatt Textil). Fachliche Impulse lieferten die Kräuterexpertin Anja Ast und die Künstlerin Olga Holzschuh, Absolventin der Kunsthochschule Kassel.

Die Ausstellung präsentiert bis zum 1. März 2027 die Ergebnisse der gemeinsamen Forschungs- und Gestaltungsprozesse und lädt dazu ein, natürliche Materialien und alternative fotografische Verfahren neu zu entdecken.

Ausstellungsort

Hessische Staatsdomäne Frankenhausen
Universität Kassel
Frankenhausen 1
34393 Grebenstein

Öffnungszeiten
Donnerstag und Freitag: 10–18 Uhr
Samstag: 10–14 Uhr

 

 

Cyanotypie der Studierendengruppe „Blau machen“. © Markus Etienne
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