Dr. Feng Schöneweiß (z.Zt. Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin):
From chinoiserie to ‘national wertvolles Kulturgut’: Porcelain and Provenance in Dresden since 1700.
Wie konnte chinesisches Porzellan, das um 1690 gefertigt wurde, in der DDR als „Kulturgut von nationaler Bedeutung“ gelten? Dieser Vortrag zeichnet die transkulturelle Biografie einer seltenen Gruppe monumentaler chinesischer Vasen über drei Jahrhunderte hinweg nach. Verschiedene Gemeinschaften betrachteten die Vasen als materielles Zeugnis sozialer Identität und als Bezugspunkt kulturellen Gedächtnisses. Auf diese Weise wandelten sich die Objekte – ursprünglich als Chinoiserie-Fassadenschmuck für das „Porzellanschloss“ Augusts des Starken konzipiert – zu lokalem Kulturerbe. Öffentlicher Vortrag in englischer Sprache.
Dieser Vortrag ist eine Einladung durch das Seminar „Exotismus“ im Studiengang Kunstwissenschaft der Kunsthochschule Kassel (Prof. Dr. Alexis Joachimides).
Termin
15.12.26, 18–19.30 Uhr
Hörsaal, Kunsthochschule
