Kunstpädagogik Vortragsreihe Punkt Sechs

/ öffentlich

Vortrag und Gespräch: Sara Burkhardt

Nicht neutral. 
Kunstpädagogik in reaktionären Zeiten

Die Prognosen, nach denen die AfD bei den anstehenden Landtagswahlen stärkste Kraft werden könnte, verunsichern Lehrende an Schulen und Hochschulen in Sachsen-Anhalt. Diskursgrenzen haben sich verschoben und an Schulen werden rassistische, nationalistische und revisionistische Vorstellungen verbreitet. Dies zeigt sich im Sprachgebrauch, in der alltäglichen Kommunikation, in den Bildwelten von Schüler*innen. 

Der Vortrag versucht, die aktuelle Situation in den Schulen angesichts der politischen Lage zu umreißen und Handlungsoptionen aufzuzeigen. Dabei rücken auch Hochschulen in den Blick, denn hier nimmt die Bildung zukünftiger Kunstlehrer*innen ihren Anfang. Hier entwickeln sie eine Haltung, die es später an der Schule zu stärken und zu bewahren gilt. 

Näher betrachtet werden sollen die fachspezifischen Potenziale des Kunstunterrichts in Bezug auf Demokratiebildung. Welche künstlerischen Arbeiten können zum Nachdenken anregen, wie können Schüler*innen selbst aktiv werden, intervenieren und Selbstwirksamkeit erfahren? Lässt sich Ambiguitätstoleranz erlernen? Wie gehen wir mit sich wandelnden Rollenbildern um, mit Zukunftsängsten, mit dem Wunsch nach mehr Teilhabe bei gleichzeitiger Kritik an etablierten Strukturen?

Zur Person:
Dr. Sara Burkhardt ist Professorin für Kunstpädagogik und Kunstdidaktik an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle (BURG) in Sachsen-Anhalt. Studium und Promotion an der HBK Braunschweig; Studienrätin in Hamburg; Lehrtätigkeiten an der Universität Flensburg und der TU Dresden. Co-Leiterin der Materialsammlung der BURG und aktuell Dekanin des Fachbereichs Kunst. 

Termin & Ort
19.05.2026, 18 Uhr
Raum 3220, Südbau (Kunsthochschule Kassel)

Alle Veranstaltungen