Im Rahmen eines Specials der dokumentarfilmwoche hamburg wird „34 Jahre, aber den Sinn des Lebens habe ich immer noch nicht rausgefunden“ von Jan Peters gezeigt (DE 2026, 100 Min., dt. OmeU).
Seit 1990, als er 24 Jahre alt war, richtet Jan Peters jedes Jahr einmal eine Kamera auf sich.
Er quasselt drauf los, erzählt von der Liebe und Arbeit, manchmal tanzt oder singt er. Er spielt ein Ich, geboren aus den ontologischen Eigenheiten des Kinos. Es ist zugleich eine rauschhafte TikTok-Parodie avant la lettre und ein Essay über die Wahrnehmung von Zeit. Darin eingeschrieben vermittelt sich eine kleine Geschichte filmischen Materials. Im Modus des flüchtigen Tagebuchfilms entfaltet sich ein Selbstporträt, das bewegt, als wären die kurzen Bildschnipsel der einzige Beweis dafür, dass man wirklich existiert. Die Version, die 2006 in Duisburg gezeigt wurde, ist um zwanzig Jahre angewachsen. »Why it was so fast, all these years have passed?«, wie der Filmemacher einmal singt. (ph)
Im Anschluss an die Vorführung findet ein Gespräch mit u. a. mit Jan Peters statt.
Die 23. dokumentarfilmwoche hamburg findet vom 14.–19.04.26 statt. Das Festival präsentiert rund 50 nationale und internationale Dokumentarfilme, die sich durch ästhetische und politische Tiefe auszeichnen.
Termin & Ort
17.04.26, 21 Uhr
B-Movie Kino, Hamburg
