Dr. Hunter, Leonie

Professur für Philosophie

Dr. Hunter, Leonie
© Gina Folly

Studium der Politischen Theorie mit Schwerpunkt Ästhetik in Zürich, Frankfurt und New York, 2022 Promotion in Philosophie an der Goethe-Universität und am Institut für Sozialforschung Frankfurt am Main. 

Promotionsstipendiatin der Polytechnischen Gesellschaft Frankfurt am Main und des Schweizerischen Nationalfonds an der École Normale Supérieure in Paris, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Justus-Liebig-Universität Gießen, Postdoc Researcher am Istituto Svizzero in Rom, an der Princeton University sowie an der Universität Basel. 

Vertretung der Professur für Philosophie und Ästhetik an der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main. Seit 2026 Professorin für Ästhetik und Kunsttheorie an der Kunsthochschule und Universität Kassel.

2023 erschien ‘Das Drama im Politischen: Hegels Ästhetik als demokratietheoretischer Traktat’ und 2024 ‘Tragischer Liberalismus’. 

Zum Aufgabengebiet der Professur zählt das Fach Philosophie in seiner historischen und systematischen Breite, in der Lehre werden jedoch schwerpunktmäßig die kunsttheoretischen Anteile der BA- und MA-Studiengänge des Faches Kunstwissenschaft an der Kunsthochschule sowie der Bereich der Ästhetik im Rahmen der BA- und MA-Studiengänge des Faches Philosophie betreut. 

In ihrem aktuellen Forschungsprojekt ‘Technologies of Social Abstraction’ untersucht Leonie Hunter das Verhältnis von ästhetischer, sozialer und technologischer Abstraktion. Angesichts der zunehmenden Konzentration ökonomischer und infrastruktureller Macht in einigen wenigen Technologiekonzernen und der wachsenden globalen Konjunktur autoritärer Gesellschaftsentwürfe, die sich programmatisch auf libertäre Denktraditionen beziehen, bedürfen die ästhetischen Freiheitsversprechen der Kunst und ihre modernistisch kanonisierte Theoretisierung einer historisch spezifischen Neubestimmung, die an den maßgeblichen materiellen und ideologischen Verschiebungen des letzten Jahrzehnts ansetzt. Die damit verbundenen Fragestellungen werden entlang dreier miteinander verschränkter Forschungsschwerpunkte verfolgt: erstens einer Technikphilosophie, die die Darstellungsmodi digitaler Infrastrukturen analysiert; zweitens einer Kritik der Kulturindustrie unter den gegenwärtigen Bedingungen einer antidemokratischen (Ent-)politisierung; und drittens einer ästhetischen Autoritarismusforschung, die die affektiven und symbolischen Dispositive libertärer Formationen untersucht. Die Frage nach den emanzipatorischen Potentialen ästhetischer Praktiken, die angesichts dieser historisch konkreten Problemstellungen aufscheinen können, bildet den gemeinsamen Horizont der Forschung und Lehre. 

Sprechzeiten

Do: 17–18.30 Uhr mit vorheriger Anmeldung per E-Mail

Ort

Gebäude:Südbau
Raum: 3210, 3. OG

Kontakt

T: +49 561 804 5328
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