Die IKEA Stiftung unterstützt Studierende der Kunsthochschule Kassel bei ihren Abschlussarbeiten mit finanziellen Förderungen.
Design-Studierende der Kunsthochschule Kassel erhalten für ihre Abschlussarbeiten Förderungen der IKEA Stiftung. Im Sommersemester 2026 wurden fünf Stipendien an Studierende vergeben, im Herbst 2026 kam eine weitere Förderung hinzu. Die Förderung umfasst jeweils 3.000 Euro und wird über sechs Monate mit monatlich 500 Euro ausgezahlt.
Die geförderten Arbeiten beschäftigen sich mit unterschiedlichen Fragestellungen aus Produktdesign, Nachhaltigkeit, Inklusion und der Gestaltung des öffentlichen Raums und zeigen damit die Bandbreite des Studiengangs in Kassel. Das sind die ausgewählten Stipendiat*innen und ihre Projekte:
Viola Sommerfeld: „In Bewegung“
Sommerfelds Projekt entwickelt eine kindgerechte Mobilitätshilfe für Kinder mit motorischen Beeinträchtigungen. Im Fokus steht die Frage, wie therapeutische Funktionalität und emotional zugängliche Gestaltung zusammenwirken können, damit die Gehhilfe als selbstverständlicher Alltagsbegleiter wahrgenommen wird.
Jonas Hohmann: „Materialkreisläufe & Produktzyklen – Entwurfsarbeit mit dem Fokus auf das Kombinieren, Zerlegen und Reparieren“
In seiner Diplomarbeit untersucht Hohmann, wie Entwurfsmethoden die Nutzungsdauer von Produkten verlängern können – durch trennbare Materialverbünde ebenso wie durch Gestaltung, die emotionale Bindung zu Objekten erzeugt.
Till Ihrig: „Latrine“
„Latrine“ befasst sich mit dem ungleichen Zugang zu öffentlichen Toiletten. Sein Ansatz: eine Hocktoilette als geschlechtsneutrale, berührungsfreie Alternative, die Sanitärinfrastruktur inklusiver und gerechter gestaltet.
Lars Hanhardt: „Ansätze für eine haptikfokussierte Bedienung im Zeitalter des Touch-Interfaces“
In seiner Diplomarbeit fragt Hanhardt, was verloren geht, wenn physische Bedienelemente durch digitale Interfaces ersetzt werden. Ziel ist es, ein Repertoire haptischer Gestaltungsstrategien für eine intuitivere, körperlich erfahrbare Bedienung von Alltagsprodukten zu erarbeiten.
Giulio Pizzo: „Kollektion von Wohnobjekten – Reparatur als Gestaltungswerkzeug – Förderung von Selbstwirksamkeit im Umgang mit Objekten“
In seiner Abschlussarbeit begreift Pizzo Reparatur als aktiven Gestaltungsakt, der Objekte aufwertet und Bindung schafft – und entwickelt daraus eine Kollektion von Wohnobjekten, die dieses Prinzip verkörpert.
Außerdem erhielt im Herbst 2026 auch Julia Bruinier ein IKEA-Stipendium. Ihre Arbeit „Gestaltung gegen Hitze“ beschäftigt sich mit der Frage, wie urbane Hitzeinseln reduziert und vermieden werden können. Im Mittelpunkt steht ein ressourcenschonendes Konzept für den öffentlichen Raum, das die zunehmende Hitzebelastung sowie die Zugänglichkeit während sommerlicher Hitzeperioden thematisiert.
Stipendien von der IKEA Stiftung
Die IKEA Stiftung fördert jedes Semester Studierende, die in ihren Abschlussarbeiten gesellschaftlich relevante Fragen aufgreifen und gestalterische Antworten suchen. Unterstützt werden junge Designer*innen und Architekt*innen, die über ihr Fach hinausdenken: Wie lässt sich ein gerechter Zugang zu öffentlichem Raum schaffen? Wie können Produkte so gestaltet werden, dass Menschen sie pflegen, reparieren und weiter nutzen? Wie kann Design Inklusion sichtbar und selbstverständlich machen?
Weitere Informationen:
ikeastiftung.de
